Rund 2.500 Besucher, mehr als 75 Vereine im Kirchenzug und ein Patenverein aus Forstinning: Am Festsonntag, 24. Mai 2026, wurde im Festgottesdienst mit Pfarrer Altus Jebada SVD unsere erste Vereinsfahne mit den vier Fahnenbändern gesegnet. Der Spruch auf der Fahne – „Brauchtum erhalten – Zukunft gestalten“ – ist von diesem Tag an unser Auftrag.
Fünf Tage, ein Ziel
Es gibt Vereine, die brauchen Jahrzehnte bis zur eigenen Fahne. Wir haben fünf Jahre gebraucht – und dann gleich fünf Tage gefeiert. Vom Mittwoch, 20. Mai, bis Sonntag, 24. Mai 2026 stand das Festzelt an der Ziegeleistraße in Hörlkofen, und von der ersten Maß bis zum letzten Ausschank lief alles auf diesen einen Vormittag hinaus: die Weihe unserer ersten Vereinsfahne.
Schon Wochen vorher war im Ort nicht zu übersehen, dass etwas ansteht. Der Dorfbrunnen in Hörlkofen wurde – zumindest optisch – kurzerhand zum Bierbrunnen umgebaut. Wer durch die Gemeinde fuhr, wusste Bescheid.
Der Festsonntag Schritt für Schritt
Ab 7.30 Uhr füllte sich das Festzelt. Die Vereine wurden empfangen, eingeschrieben und bewirtet – für viele Burschen war die Nacht davor kurz und der Morgen trotzdem pünktlich.
Ab 9.45 Uhr stellte sich der Kirchenzug auf. Mehr als 75 Vereine waren gekommen: Burschen- und Dirndlschaften, Feuerwehren, Trachtler, Musikkapellen, Schützen und Nachbarvereine aus der ganzen Umgebung. An unserer Seite unser Patenverein, der Burschenverein Forstinning – ohne Patenverein keine Fahnenweihe, und wir hätten uns keinen besseren wünschen können. Wer schon einmal einen Kirchenzug aufgestellt hat, weiß, wie viel Organisation in diesen zwanzig Minuten steckt – und wie schön es aussieht, wenn es dann losgeht.
Um 10.30 Uhr begann der Festgottesdienst mit Pfarrer Altus Jebada SVD. In seinem Verlauf wurde die neue Vereinsfahne gemeinsam mit den vier Fahnenbändern gesegnet. Für einen Verein, der 2021 mit neun jungen Männern angefangen hat, ist das ein Moment, den man nicht beschreiben, sondern nur erleben kann. Nach fünf Jahren Maibaumklau, Stüberltouren, Versammlungen und Partys stand die Gmoa Wörth zum ersten Mal mit einer eigenen Fahne da.
Die vier Fahnenbänder
Jedes der vier Bänder steht für einen Teil der Gemeinschaft, die diese Fahne möglich gemacht hat:
- eines von der Fahnenmutter
- eines vom Patenverein, dem Burschenverein Forstinning
- eines von den Festdamen
- eines von den Spendern der Fahne und dem Festausschuss
„Brauchtum erhalten – Zukunft gestalten“
Dieser Spruch steht auf der Fahne. Er ist kein Zierrat, sondern genau das, was wir seit der Gründung versuchen: das weitertragen, was uns von daheim mitgegeben wurde – und es so machen, dass auch die nachkommen, die heute noch zu jung für den Verein sind.
Ab 12.30 Uhr gab es den Mittagstisch, ab 15 Uhr lief der Barbetrieb. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Lustigen Finsinger und Soundscape. Über den Tag verteilt waren rund 2.500 Besucher im Festzelt und auf dem Festgelände – für eine Gemeinde unserer Größe eine Zahl, bei der man zweimal hinschaut. Der Festsonntag klang aus, wie ein Festsonntag ausklingen soll: langsam, laut und in guter Gesellschaft.
Fahnenmutter, Festdamen, Schirmherr
Unsere Fahnenmutter Sandra Schumertl hat die Fahne über das ganze Fest begleitet und stand am Festsonntag mit ihr vor dem Altar – als Festmutter führte sie zugleich die mehr als 40 Festdamen an, vom Einzug bis zum letzten Tag. Schirmherr des Gründungsfestes war Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl.
Der Verein ist an diesem Wochenende erstmals vollständig in einheitlicher Burschentracht aufmarschiert: Hemd, Leiberl und Lederhose mit den eigenen Initialen, dazu die eigens gegossene Gürtelschnalle mit unserem Vereinslogo. Was 2021 als Idee am Stammtisch begann, war an diesem Sonntag in der Aufstellung zu sehen.
Das war die Festwoche
- Mittwoch, 20. Mai – Kabarett mit Bieranstich: Django Asül mit seinem Programm „Am Ende vorn!“
- Donnerstag, 21. Mai – Seniorennachmittag, danach der Tag des Handwerks der Kreishandwerkerschaft Erding mit Impulsvorträgen, Infoständen und der Podiumsdiskussion „The next Level Handwerk“ mit Moderator und Schreinermeister Udo Herrmann, Handwerkskammerpräsident Franz Xaver Peteranderl, Unternehmer Max Schlereth und Pfarrer Rainer Maria Schießler
- Freitag, 22. Mai – „Hörllywood goes Bierzelt“ mit Los Brudalos und den Glueboys
- Samstag, 23. Mai – Bier- und Weinfest mit den Cagey Strings
- Sonntag, 24. Mai – Festsonntag mit Fahnenweihe, den Lustigen Finsingern und Soundscape
Vergelt's Gott
Ein Fest dieser Größe stemmt kein Verein allein. Danke an unseren Patenverein, den Burschenverein Forstinning. Danke an Pfarrer Altus Jebada SVD für den Festgottesdienst. Danke an unsere Fahnenmutter Sandra Schumertl und an alle Festdamen. Danke an alle Vereine, die mit uns eingezogen sind, an den Schirmherrn, an die Gemeinde Wörth, an die Feuerwehren, an alle Sponsoren und Helfer, an die Nachbarn, die eine laute Woche ausgehalten haben – und vor allem an unsere Burschen, die von der ersten Bierbank bis zum letzten Kehraus angepackt haben.
Fünf Jahre Gmoa Wörth. Eine Fahne. Und über 130 Aktive, die weitermachen.
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